Erregeruntersuchung aus Milch mit PathoProofTM

PathoProofTM ist ein Mastitis PCR-Test zur Bestimmung der Erreger (Qualität) als auch deren mengenmäßige Bedeutung am Mastitisgeschehen (Proportion/Leitkeim).

Nachzuweisende Erreger und Erregergruppen

  • Staphylococcus sp. (KNS)
  • Staphylococcus aureus
  • Streptococcus agalactiae
  • Streptococcus dysgalactiae
  • Streptococcus uberis
  • Escherichia coli
  • Corynebacterium bovis
  • Enterococcus sp. (inkl. faecalis und faecium)
  • Klebsiella sp. (inkl. pneumoniae und oxytoca)
  • Serratia marcescens
  • Trueperella pyogenes und Peptostreptococcus indolicus
  • Mycoplasma bovis
  • Mycoplasma sp.
  • Prototheken
  • Hefen
  • Beta-Laktamase-Gen bei Staphylokokken

Der Mastitis PCR-Test identifiziert das relevante bakterielle Resistenz-Gen, welches die Produktion des Enzyms Beta-Laktamase bewirkt. Dieses Enzym wird vor allem von Staphylokokken gebildet und ist in der Lage, die Wirkung bestimmter Antibiotika einzuschränken oder sogar aufzuheben.

Screening aus Tankmilch

Eine regelmäßige Untersuchung Ihrer Tankmilchprobe auf kuhassoziierte Erreger gibt Ihnen einen Überblick über das Erregerspektrum in der Herde:

  • Staphylococcus aureus
  • Streptococcus agalactiae (Gelber Galt)
  • Mycoplasma bovis

Ein Monitoring der Tankmilch ist schnell und einfach. Das frühzeitige Erkennen dieser hochansteckenden Erreger kann einen wirtschaftlichen Schaden deutlich reduzieren.

Ansprechpartnerin

Christina Schneider
Tel.: 0491 92809-46
Fax: 0491 92809-28
E-Mail: team@lkv-we.de

Die Untersuchungsmethode – Die Polymerasekettenreaktion (PCR)

Die Bakterien-DNA wird aus der Milchprobe mittels spezieller Reagenzien extrahiert. Anschließend werden die extrahierte Bakterien-DNA und die PathoProof™ Reagenzien zusammen angesetzt. Das Kit beinhaltet vier Real-time PCR Reaktionen für jede Milchprobe, wobei in jeder Reaktion drei bakterielle Zielgruppen identifiziert werden.

Bei der PCR handelt sich um die zyklische Vervielfältigung von DNA-Molekülen in vitro durch den Einsatz einer hitzestabilen DNA-Polymerase und verschiedener Temperaturen.
Zu Beginn der PCR werden Oligonucleotide als Primer an die zuvor denaturierte Ziel-DNA gelagert. In einem zyklischen Prozess aus Denaturierung (Melt), Primer-Anlagerung (Anneal) und DNA-Synthese (Extend) verdoppelt sich die Zahl der DNA-Stränge einer Zielsequenz, die zwischen zwei Primer-Stellen liegt. In der Abbildung rechts werden drei Zyklen dargestellt. Die Zahl der DNA-Kopien wächst theoretisch exponentiell mit jedem Zyklus. Bei dem PathoProof™-Verfahren werden 40 Zyklen durchgeführt:

Nach 10 Zyklen: 210 ~ 1.000-fache Vervielfältigung
Nach 20 Zyklen: 220 ~ 1.000.000-fache Vervielfältigung
Nach 30 Zyklen: 230 ~ 1.000.000.000-fache Vervielfältigung

Die DNA-Menge wird unverzüglich nach jedem Vervielfältigungszyklus gemessen. Hierzu binden sich beigegebene Moleküle an die DNA-Stränge und senden dabei ein Fluoreszenz-Signal aus. Die Stärke des Signals korreliert mit der jeweils vorhandenen DNA Menge. Die Schlüsselvariable ist der Schwellenwert (ct-Wert), also derjenige Zyklus, an dem eine bestimmte Fluoreszenz-Signalstärke überschritten wird. Je tiefer der Schwellenwert, in desto weniger Zyklen wurde die Menge DNA erreicht, um das entsprechende Signal auszusenden. Das heißt, desto höher war die Ausgangsmenge DNA und damit die Erregermenge. Während beim Plattenverfahren eine Milchprobe normalerweise für nur einen Haupterreger positiv ist, können beim Mastitis PCR-Test mit dem Kit alle 15 Haupterreger und das Beta-Laktamase-Gen bei Staphylokokken gleichzeitig identifiziert werden. Jede Reaktion beinhaltet weiterhin eine interne Kontrolle der Amplifikation für die Verifizierung akzeptabler Reaktionsbedingungen.