Bedeutung der Keimzahl

Durch die Ermittlung der Keimzahl wird die bakteriologische Beschaffenheit der Milch festgestellt. Eine erhöhte Keimzahl in der Anlieferungsmilch zeigt Schwachpunkte in der Hygiene der Milchgewinnung und -lagerung auf. Laut Milch-Güteverordnung muss der Keimgehalt der Anlieferungsmilch mindenstens zweimal im Monat untersucht werden.
Liegt der geometrische Mittelwert aus dem Abrechnungsmonat und dem Vormonat über einer Keimzahl von 100.000, sind Milchpreiskürzungen die Folge.
Liegen alle Einzelwerte des Bewertungsmonats unter 100.000 kann es zu einer Besserstellungsregelung kommen. Näheres regeln die aktuelle EU-Hygieneverordnung, die Milch-Güteverordnung und die Lieferordnung der Molkerei.

Untersuchte Proben in 2016

rund 183.000 Proben

Untersuchungsverfahren: Automatisierte fluoreszenzoptische Zählung von Mikroorganismen