Bedeutung der Milchinhaltsstoffe

Die Milchinhaltsstoffe Fett und Eiweiß bilden die Grundlage für den Milchauszahlungspreis der Molkereien. Der Standardauszahlungspreis wird bei 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß festgelegt. Für höhere bzw. niedrigere Milchinhaltsstoffe werden dementsprechend Zu- oder Abschläge von den Molkereien gezahlt, da z.B. eiweißreiche Milch wichtig für die Käseherstellung und fettreiche Milch wichtig für die Butterherstellung ist.
In der Milchviehfütterung werden die Milchinhaltsstoffe ebenfalls berücksichtigt, um aus Sicht der Wirtschaftlichkeit und des Tierschutzes eine optimale Versorgung der Milchkuh zu gewährleisten.
Im Rahmen der Milchkontrolle wird jede Milchprobe auf Fett-, Eiweiß- und Lactosegehalt untersucht.

Untersuchungsverfahren: Infrarotabsorption im Routineverfahren

Unter dem Fettgehalt der Milch versteht man den nach der Röse-Gottlieb-Methode festgestellten Gehalt an Fett und fettähnlichen Substanzen in g je 100g der Probe.

Unter dem Eiweißgehalt der Milch versteht man den nach der Kjeldahl-Methode bestimmbaren Stickstoffgehalt der Milch multipliziert mit dem Faktor 6,38.

Untersuchte Proben in 2016

im Rahmen der Milch-Güteverordnung: rund 496.000 Proben
im Rahmen der Milchleistungsprüfung: rund 4.485.000 Proben